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HODD Model FP20 an der Kammerfilterpresse eines Galvanikbetriebs

Oberflächentechnik · Model FP · Baugröße FP20

Plug & Play Pumpe an Filterpresse — für optimale Beschickung im Galvanikbetrieb

Ein Galvanikbetrieb beschickte seine Kammerfilterpresse jahrelang mit einer Exzenterschneckenpumpe. Sie diente nur als Füllpumpe — den eigentlichen Filtrationsdruck musste anschließend Druckluft erzeugen.

Kunde

Galvanikbetrieb, Deutschland

Eingesetzte Baureihe

Model FP · Baugröße FP20

1,1 kW

Motorleistung der Pumpe

0

Verschleißteilwechsel seit der Inbetriebnahme

0

Schäden nach blockierter Saugleitung

Technische Eckdaten

Branche
Oberflächentechnik, Galvanik
Anlage
Kammerfilterpresse
Prozessschritt
Filterpressenbeschickung
Medium
Galvanikschlamm, abrasiv
pH-Wert
in der Regel neutral
Betriebsweise
Schichtbetrieb
Werkstoffe
PP und PE
Motorleistung
1,1 kW
Zuvor im Einsatz
Exzenterschneckenpumpe
Umsetzung
2026

Ausgangslage

Über viele Jahre beschickte eine Exzenterschneckenpumpe die Kammerfilterpresse eines Galvanikbetriebs. Das Fördermedium — Schlamm aus der Galvanik — ist abrasiv, und genau das setzte der Bauart zu: Rotor, Stator und Gleitringdichtung verschlissen, besonders wenn der Betriebsdruck gegen Ende eines Zyklus anstieg. Dazu kamen wiederkehrende Schäden durch Trockenlauf.

Der Verschleiß blieb selten folgenlos. Er zeigte sich als nachlassende Förderleistung, später als Undichtigkeit und schließlich als Reparaturbedarf.

Der zweite Punkt war grundsätzlicher: Die Pumpe arbeitete nur als Füllpumpe. Den Druck, den die Filtration eigentlich braucht, musste anschließend Druckluft aufbringen — eine der teuersten Energieformen im Werk. Und um die Fördermenge im Verlauf des Zyklus anzupassen, hätte es zusätzliche Mess- und Regeltechnik gebraucht.

Lösung

Eingesetzt wird seither eine Model FP in der Baugröße FP20, mit medienberührten Bauteilen aus Polypropylen und Polyethylen.

Im Fördermedium bewegt sich kein rotierendes Bauteil. Damit entfallen Rotor, Stator und Gleitringdichtung — also genau die Teile, die zuvor verschlissen sind, und zwar gerade dann, wenn der Druck steigt.

Entscheidend für den Prozess ist die hydraulische Regelung: Die Pumpe passt ihre Förderleistung selbsttätig an den Füllzustand der Presse an. Zu Beginn eines Zyklus fördert sie viel bei wenig Gegendruck, gegen Ende weniger bei hohem Druck — und bringt diesen Druck selbst auf. Die Presse bekommt in jeder Phase die passende Menge, ohne dass dafür Mess- und Regeltechnik nachgerüstet werden musste. Der Umweg über die Druckluft entfällt.

Bei der Einbindung waren der verfügbare Platz und eine wirksame Pulsationsdämpfung die Randbedingungen. Die Inbetriebnahme hat HODD gemeinsam mit dem Betreiber durchgeführt, einschließlich Schulung.

Ergebnis

Der aufschlussreichste Moment kam schon bei der Inbetriebnahme. Ausgehärtete Ablagerungen verstopften die Saugleitung. Die Pumpe konnte nicht mehr fördern — nahm aber keinen Schaden. Nach dem Entfernen der Verstopfung lief sie sofort weiter, ohne Reparatur und ohne getauschtes Verschleißteil. Bei der Vorgängerpumpe wäre derselbe Vorfall ein Instandsetzungsfall gewesen.

Im laufenden Betrieb nennt der Betreiber eine kürzere Zykluszeit und einen trockeneren Filterkuchen. Ein Wechsel von Verschleißteilen war bislang nicht erforderlich. Die Pumpe kommt mit einem 1,1-kW-Motor aus.

Ein Hinweis zur Einordnung: Zu Zykluszeit, Restfeuchte und Energieverbrauch liegen keine gemessenen Vorher-Nachher-Werte vor — der Betreiber hat den vorherigen Zustand nicht erfasst. Die Aussagen geben seine Einschätzung wieder. Die Umstellung erfolgte 2026; Aussagen zur Standzeit beziehen sich auf den Zeitraum seit der Inbetriebnahme.

Aus dem Projekt

  • Die Model FP20 unterhalb des Schlammbehälters, Ansicht von vorn
  • Seitliche Ansicht der Pumpe mit Pulsationsdämpfern und Antrieb

Kontakt

Gerne beraten wir Sie persönlich — senden Sie Ihre Anfrage einfach über das Formular. Für eine belastbare Auslegung helfen uns Angaben zu Medium, Feststoffanteil, Fördermenge und Druckbedarf.